Char Kway Teow

„Char Kway Teow“ oder „im Wok zubereitete Reisnudeln“ gehört ohne Zweifel zu den beliebtesten Speisen der Malaien aller Couleur. Der Name leitet sich aus dem Hokkien-Begriff für „gebraten“ also „char“ ab, während sich „kway teow“ auf die flachen Reisnudeln bezieht, die die Hauptzutat sind. Diese werden über sehr großer Hitze in heller oder dunkler Sojasoße mit Chili, Garnelen, Herzmuscheln ohne Schale, Sojasprossen, Schnittknoblauch und Eiern pfannengerührt. Die chinesischstämmige Bevölkerung bereitet Char Kway Teow traditionell mit Schweineschmalz und knusprigen Schwarten-Croutons zu. Serviert wird das Gericht auf einem Bananenblatt oder einem Teller. Gelegentlich werden in Scheiben geschnittene chinesische Würstchen und Fischfrikadellen hinzugefügt, um den Geschmack zu verfeinern.

Die Speise, die ursprünglich als Arme-Leute-Essen galt und vor allem von Arbeitern, Bauern, Fischern und Muschelsuchern verzehrt wurde, ist heute zu einem der beliebtesten Gerichte der Malaien geworden – allerdings wird auf bestimmte Zutaten verzichtet, um das Reinheitsgebot der muslimischen Bevölkerung (Halal-Richtlinien) einzuhalten. Mit der Verbreitung des Gerichts warteten zahlreiche Köche mit ihren eigenen „Char Kway Teow“-Versionen auf, wobei jedoch die Grundzutaten beibehalten wurden. Gerüchten zufolge stammt „Char Kway Teow“ ursprünglich aus Südostasien (Malaysia, Singapur, Indonesien und Brunei), aber man ist sich darin einig, dass „Penang Char Kway Teow“ ganz oben auf der Liste steht, was Geschmack und Originalität anbelangt. In Kampar, Perak, wird das Gericht mit Muscheln, aber ohne Garnelen gekocht, es sei denn, sie werden extra verlangt. In Ostmalaysia werden andere Zutaten verwendet, z. B. Rindfleisch, Zwiebeln, süße Sojasoße, usw. Es gibt auch so genannte Gourmet-Versionen von Char Kway Teow, vor allem in Ipoh, Penang, Taiping und im Klang-Tal, wo Meeresfrüchte, Krabbenfleisch und sogar Enteneier hinzugefügt werden, die auch anspruchsvolle Gaumen erfreuen.